Weltschmerz

Was ist Weltschmerz und wie fühlt er sich an?

Fühlst du dich manchmal durch “Bad-News”, die Weltprobleme und Umweltkatastrophen hilflos und niedergeschlagen? Du fragst dich, was soll denn im Leben noch Sinn machen?  

Das, was du empfindest, könnte möglicherweise der Weltschmerz sein. Bei Weltschmerz handelt es sich um unangenehme Gefühle, wie:

  • Hilflosigkeit 
  • Ärger und Wut
  • Ungerechtigkeit 
  • Trauer 
  • Angst

Jugendliches Mädchen, welches einsam und verzweifelt ist

Diese Gefühle stehen im Zusammenhang mit der aktuellen Weltsituation, beispielweise mit den Sorgen bezüglich: 

  • Klimawandel
  • Krieg 
  • Terrorismus 
  • Tierleiden und Artensterben 
  • Armut 
  • Naturkatastrophen 

Das sind sehr unangenehme Gefühle und dazu kommt auch noch, dass du oft nicht viel an der Situation ändern kannst, auch wenn du es sehr gerne tun würdest. Auf der anderen Seite ist es mega stark von dir, dass du dich für diese wichtigen Themen interessierst.

Es geht also nicht darum, sich gar nicht mit “Bad-News” auseinanderzusetzen, sondern eher, mit diesen Informationen bewusster und achtsamer umzugehen.

Wie kannst du Informationen bewusster und achtsamer konsumieren?

Achtsam mit Nachrichten über die Welt über Social Media umgehen

Diese 7 Tipps, könnten dir dabei helfen, ein Gleichgewicht zwischen “informiert sein” und trotzdem “gut gelaunt sein” zu finden:

1. Keine “Bad-News” schon früh morgens oder vor dem Schlafen gehen

  • Vermeide ganz bewusst die Informationsquellen, zum Beispiel Instagram, Nachrichten im Fernseher oder Radio, Artikel & Videos im Internet.
  • Starte und beende dafür lieber den Tag mit positiven Dingen – zum Beispiel mit guter Musik, leckerem Essen, lustigen Videos, Filmeabend oder Sport.

2. Überprüfe deine Informationsquellen

  • Im Internet gibt es viele “Fake-News”, schaue also, wer den Artikel geschrieben hat und ob es eine vertrauensvolle Quelle oder Journalist*in ist.
  • Nutze soziale Medien wie TikTok, Instagram, YouTube & Co. am besten nicht als einzige Informationsquelle.
  • Schaue in offizielle Zeitschriften im Internet, Mediatheken oder Nachrichten.

Social Media kann verrückt machen..

3. Reguliere bewusst deinen “News-Feed”

  • Checke, wem du in den sozialen Medien überhaupt folgst und ob es dir guttut.
  • Du kannst auch dein Instagram & Co. zu einem “Bad-News”-freien Ort machen, indem du alles, was dir nicht guttut, blockierst und was dir wiederum ein Lächeln auf’s Gesicht zaubert, abonnierst 🙂

4. Setze dir ein Zeitlimit für den Informationskonsum

  • Sehr schnell kannst du in den ganzen Informationen das Zeitgefühl verlieren und dich in diese schlechten Nachrichten zu sehr reinsteigern.
  • Nutze deshalb eine Stoppuhr und gebe dir zum Beispiel 15 Minuten für den Informationskonsum – somit kannst du Doomscrolling (exzessives Konsumieren negativer Information im Netz) vermeiden.

5. Lege fest, wann du über diese Themen nicht sprichst  

  • Lege also “Bad-News”-freie Zeiten fest, zum Beispiel wenn du mit deinen Freunden unterwegs bist, am Frühstücktisch sitzt oder im Sportkurs bist…

6. Spreche über die Nachrichten 

  • Wenn dich etwas beunruhigt, spreche darüber mit einer erwachsenen Person, der du vertraust und frage beispielsweise nach ihrer Meinung dazu.

7. Achte auf deine BedürfnisseTeenager wieder frei und happy

  • Erst wenn du genügend Kraft und Energie hast, kannst du dich für die wichtigen Themen einsetzen. 
  • Frage dich:
    • Was gibt dir Kraft? Was tut dir gut?  
    • Hast du genügend Schlaf? Genügend Ernährung? Genügend Gesellschaft und Spaß? Genügend Bewegung?
    • Was kannst du jetzt im Moment für dich tun? – Zum Beispiel dir dein Lieblingsgetränk machen oder deine Lieblingsmusik hören…

Was kannst du gegen Hilflosigkeit tun?

Leider gibt es keine allgemeine Lösung, die alle Probleme der Welt lösen könnte oder deinen Ärger oder deine Traurigkeit verschwinden lassen würde. Du kannst jedoch schauen, wie du mit der ganzen Situation umgehen kannst. Es gibt kein Richtig oder Falsch, jeder Mensch braucht etwas anderes und jede Situation kann auch etwas anderes erfordern.

Schaue also auch von Situation zu Situation genau hin, was du eigentlich brauchst.

Manche wollen sich aktiv beteiligen, manchen hilft es, die Ruhe zu bewahren und mit Entspannungsübungen die Krise bewältigen. Das bedeutet aber nicht, dass es dir gleichgültig ist, was auf der Welt passiert. DU darfst das tun, was sich für dich richtig anfühlt! Was brauchst du also im Moment?

Schaue dir gerne auch die folgende Liste an:

Ideen für “aktiv sein”:Setze dich für Frieden auf der Welt ein!

  • Mitglied eines Vereins werden 
  • Aktiv bei offiziellen Demos mitwirken
  • Petitionen unterschreiben 
  • Spenden
  • Hilfreiche Projekte auf die Beine stellen (z.B. in der Schule, Ausbildung, in deinem Bezirk)
  • sich ehrenamtlich engagieren
  • sich mit Gleichgesinnten austauschen
  • Alles, was dich gut fühlen lässt 🙂 

 

Ideen für “Ruhe bewahren”:

  • Entspannungsübungen ausprobieren – z.B. Guided Meditation, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation 
  • sich mit einem Hobby ablenken 
  • das schöne Wetter genießen – z.B. einen Spaziergang machen oder sich in die Sonne setzen 
  • sich bewusst für einen Entspannungstag oder -stunden entscheiden – ganz ohne Vorwürfe, einfach nichts Produktives oder Sinnvolles tun
  • Dankbarkeitstagebuch führen
  • mache eine Detox-Woche oder ein paar Detox-Tage, an denen du gar keine Nachrichten konsumierst
  • Alles, was dich gut fühlen lässt 🙂

Spricht dich etwas davon an oder hast du eine andere Idee, die dich begeistert? Dann schaue, wie du dies in den nächsten Tagen oder Wochen angehen könntest. Es reicht völlig, wenn du dich erstmal nur auf eine der Ideen konzertierst.

Und wenn du gar nicht klarkommen solltest, dann gibt es immer noch uns – melde dich jederzeit bei unseren Beratern und Beraterinnen auf JugendNotmail!

 

Weltschmerz

https://www.7mind.de/magazin/weltschmerz-ueberwinden-was-tun-tipps

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